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Calvin über die Predigt als wahres »Bild Jesu«

Was für Menschen sind das aber auch, welche die Papisten „Laien“ nennen, deren Unwissenheit bloß mit Bildern sollte behoben werden können? Es sind doch die, welche der Herr als seine Jünger anerkennt, die er der Offenbarung seiner himmlischen Lehre (philosophia) würdigt, die er in den heilsamen Geheimnissen seines Reiches will erziehen lassen! Nun mögen es freilich, wie die Dinge liegen, heutzutage wenige sein, die solche Bücher entbehren können! Aber ich frage: woher kommt denn diese Unwissenheit anders, als daher, daß man diese Menschen der Lehre beraubt hat, die allein geschickt war, sie zu bilden? Wenn die Vorsteher der Kirche den Bildern das Lehramt übertragen haben, so geschah das aus keinem anderen Grunde, als weil sie selber — stumm waren: Paulus bezeugt, daß durch die wahre Predigt des Evangeliums Christus abgemalt, ja sozusagen vor unseren Augen gekreuzigt wird! (Gal 3,1). Wozu also soviele Kreuze überall in den Kirchen, aus Holz und Stein, Silber und Gold? Man hätte sie gewiß nicht aufzurichten brauchen, wenn man treulich gepredigt hätte, daß Christus den Tod erlitten hat, um am Kreuze für uns den Fluch zu tragen, um unsere Sünde mit dem Opfer seines Leibes zu sühnen, mit seinem Blute abzuwaschen und uns mit dem Vater zu versöhnen! Aus diesem einen hätte man mehr lernen können als aus tausend hölzernen oder steinernen Kreuzen — denn auf die goldenen und silbernen richten die Geizhälse ihre Augen doch vielleicht steifer als auf irgendein Wort Gottes!