Calvin

Sabbatlektüre: Warum wir den Sonntag feiern…(Calvin)

Ich muß hier gezwungenermaßen etwas länger verweilen; denn heutzutage erheben unruhige Geister wegen des Herrntages (Sonntages) viel Lärm. Sie beklagen sich heftig, die Christenheit werde durch die Beobachtung bestimmter Tage im Judentum festgehalten!

Calvin über die Predigten vor der Reformation

Was für Predigten hörte man denn damals in Europa? Predigten, die jene Schlichtheit veranschaulichten, die nach Paulus die ganze Christenheit in all ihren Lebensäußerungen bestimmen soll? Mehr noch: Wo gab’s überhaupt eine, aus der die alten Mütterchen nicht mehr Unsinn heimbrachten, als sie in einem ganzen Monat hinter ihrem Ofen aushecken konnten? Denn ungefähr so waren die Predigten doch eingeteilt: zur Hälfte galten sie jenen dunklen Schulfragen, die das ungelehrte Volk kopfscheu machten, zum andern Teil brachten sie hübsche Fabeln oder ganz angenehme Spekulationen, durch die man das Volk erheitern wollte. Nur ganz wenige schwache Töne waren dazwischen aus Gottes Wort eingestreut, die durch ihr Gewicht solch nichtigem Geschwätz Glauben verschaffen sollte.

Neues Gebet online!

Ein Nutzen der alten Kirchenordnungen sind die vielen guten ausformulierten Gebete, die wir darin oft finden. Die Kirchenordnung der Kurpfalz von 1563 zum Beispiel enthält eine ganze Reihe von Gebeten für die verschiedenen Gottesdienste. Darin wird ein Tiefgang des Gebets deutlich, den wir heute kaum noch in Gottesdiensten antreffen oder erreichen.

»Dein Reich komme…« (Johannes Calvin)

In der Predigt am Sonntag kommen wir zur zweiten Bitte des Gebets des Herrn (›Unser Vater‹) – »…Dein Reich komme…!«

Was Johannes Calvin in seinem »Unterricht in der christlichen Religion« dazu schreibt, ist wie immer lesenswert:

»Wer sind meine Geschwister?« – Eine Meditation über einen Gedanken von Calvin

Der Genfer Reformator Johannes Calvin – einer, der wohl kaum in der Gefahr stand, blind die römisch-katholische Sicht der Kirche als autonome Heilsanstalt aufzunehmen – verlegt das christliche Leben andererseits auch nicht, wie manche vielleicht erwarten würden, ganz in unser innerliches Befinden hinein.

Gottes Wort im Menschenwort

…es ist eine sehr gute und höchst nutzbringende Übung zur Demut, wenn [Gott] uns daran gewöhnt, seinem Worte zu gehorchen, ob es auch durch Menschen gepredigt wird, die uns gleich sind, ja, die uns zuweilen auch an Würde nachstehen.

Wichtige Ressource zur Predigt

Am kommenden Tag des Herrn wird es d.v. in der Predigt über Mt 5,17-20 um »Christus und das Gesetz – Der Christ und das Gesetz« gehen.

Zeichen + Realität = Sakrament (Johannes Calvin)

»… als ob Gott selbst in uns sänge …« – Johannes Calvin über den Psalmengesang

… es ist wahr, was Augustin sagt: dass niemand etwas singen kann, das Gottes würdig wäre, wenn er es nicht von ihm selbst empfangen hat. Darum mögen wir suchen, wo immer wir wollen: wir werden keine besseren und geeigneteren Lieder finden als die Psalmen Davids, die der Heilige Geist ihm eingegeben und gemacht hat. Wenn wir sie singen, so sind wir sicher, dass Gott uns die Worte in den Mund legt, so als ob er selbst in uns sänge, um seine Ehre zu erhöhen …