Unser Herrscher, unser König
Joachim Neander (1650-1680)
1. Unser Herrscher, unser König,
unser allerhöchstes Gut,
herrlich ist dein großer Name,
weil er Wundertaten tut,
löblich nah und auch von Ferne,
von der Erd bis an die Sterne.
Unser Herrscher, unser König
Joachim Neander (1650-1680)
1. Unser Herrscher, unser König,
unser allerhöchstes Gut,
herrlich ist dein großer Name,
weil er Wundertaten tut,
löblich nah und auch von Ferne,
von der Erd bis an die Sterne.
The Psalm Project hat sich zum Ziel gesetzt, Psalmenvertonungen des Genfer Psalters von 1562 zu neuen Tönen zu setzen. Ich finde, das Anliegen ist gut gelungen. Die Psalmen finden so einen schönen Ausdruck!
Hier ein Beispiel der Neuvertonung zu
Psalm 42. Die alte Genfer Melodie ist noch gut zu erkennen!
»Ich pflege das Psalmbuch nicht ohne Grund eine Anatomie aller Teile der Menschenseele zu nennen; denn es findet sich kein Gefühl im Menschen, dessen Bild nicht in diesem Spiegel zu finden ist. Alle Schmerzen, alle Traurigkeit, alle Befürchtungen, Zweifel, Hoffnungen, Sorgen, Ängste, ja auch alle die gemischten Regungen schließlich, die den Menschengeist umtreiben, hat hier der heilige Geist nach dem Leben geschildert. Die übrige Schrift enthält die Gebote, die Gott seinen Knechten auftrug zur Verkündigung an uns; im Psalter aber reden die Propheten mit Gott, und weil sie dabei ihre innersten Regungen aufdecken, mahnen und bringen sie jeden von uns zur Prüfung seiner selbst, damit uns keine Schwäche, der wir unterworfen sind, keiner von den vielen Fehlern, die uns anhaften, verborgen bleibe. Es ist eine seltene und große Förderung für uns, wenn einmal alle Winkel unseres Herzens durchsucht werden und es dann auch vom schlimmsten Flecken, der Heuchelei, gereinigt ans Licht gezogen wird. Wenn schließlich das Gebet zu Gott die stärkste Stütze unseres Heils ist, so lässt sich dafür keine bessere und sicherere Weise finden als im Psalter, und je weiter jemand kommt in seinem Verständnis, einen umso größeren Teil der himmlischen Weisheit hat er erlangt. Das aufrichtige Gebet geht hervor erstlich aus der Empfindung unserer Not, dann aber auch aus der Zuversicht auf die Verheißung. Der Psalter aber weckt seine Leser, dass sie ihre Nöte recht empfinden, und macht sie zugleich aufmerksam auf die Hilfsmittel dagegen. Kurzum alles, was uns ermutigen kann, wo es sich ums Gebet zu Gott handelt, das wird uns in diesem Buche gezeigt. Denn wir finden hier nicht nur die Verheißungen, es wird uns hier auch oft ein Mensch gezeigt, der mitten zwischen der Einladung von Gott und den Hindernissen des Fleisches, sich anschickt zu beten, damit auch wir, wenn uns mancherlei Zweifel quälen, ringen lernen, bis sich unser Geist befreit zu Gott aufschwingt. Und nicht nur das, sondern mitten in Bedenken, Furcht und Zittern sollen wir uns zwingen zu beten, bis wir eine Erleichterung spüren, die uns beruhigt. Denn wenn auch der Mangel an Vertrauen unserem Gebet die Tür verschließt, so müssen wir doch wissen, dass wir nicht nachgeben dürfen, wenn unsere Herzen wanken und unruhig sind, bis der Glaube siegreich aus dem Kampf hervorgeht. Tatsächlich können wir an mancher Stelle des Psalters sehen, wie die Knechte Gottes so hin und hergetrieben werden beim Gebet, dass sie abwechselnd fast unterlagen und dann doch wieder durch heißes Ringen die Siegespalme davontrugen. Einerseits zeigt sich dabei die Schwachheit des Fleisches, andrerseits aber erweist sich die Kraft des Glaubens, wenn auch nicht gleich so tapfer, wie man möchte, aber doch bereit zum Kampfe, bis sie allmählich volle Festigkeit erlangt.
Melodie: Psalm 42 aus dem Genfer Psalter
Text: Anna Maria von Hessen-Darmstadt
1. O der wundergroßen Gnaden,
Heißet das nicht Gütigkeit,
Dass uns Jesus hat geladen
Zu dem Tisch, den er bereit‹t?
Jesus ladet uns zu Gast,
Dass wir aller Sorgenlast,
Aller Sünd‹ und Not entnommen,
In den Himmel mögen kommen.
von Friedrich Adolf Lampe (1683-1729)
zu Melodie zu Psalm 51
1. Mein Lebensfürst, mein auserkor‘nes Teil,
Wie kann ich g‘nug in Ewigkeit erkennen
Die Liebesglut, darin du wolltest brennen
Und öffnen mir den Weg zum wahren Heil?
O dass mein Herz so schmelzen mög‘ wie du!
Um dir in voller Dankbarkeit zufließen
Und dir die Frucht dann bringen wieder zu
die mir aus deiner Angst und Tod kommt sprießen.
Es ist keine neue Erkenntnis, dass zeitgenössische christliche Musik, so genannte »Praise & Worship«-Musik, sich im Großen und Ganzen nicht durch eine ganzheitlich biblische Theologie auszeichnet. Sie ist vielmehr meist psychologisch sehr einseitig. Fröhlich, siegreich, voll Lob und Dank, und … oberflächlich. Die Perspektive ist, dass das christliche Leben seine beste Zeit hier auf Erden zu haben scheint!
1. Bei dir, Jesu, will ich bleiben,
stets in deinem Dienste stehn;
nichts soll mich von dir vertreiben,
will auf deinen Wegen gehn.
Du bist meines Lebens Leben,
meiner Seele Trieb und Kraft,
wie der Weinstock seinen Reben
zuströmt Kraft und Lebenssaft.
Wir singen in der SERK Heidelberg regelmäßig das so genannte »Gloria Patri«, auf deutsch: »Ehre sei dem Vater!« (oder genauer: »Ehre des Vaters«). Sie ist Teil unserer feststehenden Liturgie, wobei auch ab und an andere Lobgesänge seine Stelle einnehmen können.
»Großer Prophete, mein Herze begehret…« ist ein fantastisches Loblied von Joachim Neander auf Christus, unseren König, Priester und Propheten. Leider ist mir keine Melodie dazu bekannt. Kennt jemand eine? Wenn nicht, die Bereimung ist so regelmäßig, dass es nicht schwer sein dürfte, eine passende singbare Melodie dazu zu finden. Irgend jemand?