Jesus Christus

Der »aktive« Gehorsam Christi

Der reformierte Theologe und Mitbegründer des Westminster Theological Seminary in Philadelphia/USA J. Gresham Machen dankte auf dem Sterbebett für den aktiven Gehorsam Christi und fügte hinzu: »Ohne ihn – keine Hoffnung!«

Johannes Calvin über die wahre »Weihnachtsgeschichte«

Die »brüderliche Verbindung« Christi mit den Menschen

Christus hat, als er unser Fleisch anzog, wirklich und wahrhaftig auch alle Teile der brüderlichen Verbindung mit den Menschen an sich genommen…

Das göttliche Drama – Dorothy Sayers

Lasst uns in Himmels Namen das göttliche Drama unter dem furchtbaren Haufen überflächlichem Denken und kitschigem Sentimentalismus hervorziehen, der auf ihm lastet, und lasst es uns auf die offene Bühne bringen, damit es die Welt zu irgendeiner heftigen Reaktion aufschreckt. Wenn die Frommen die ersten sein sollten, die sich dabei erschrecken, dann umso schlimmer für sie; andere werden vor ihnen ins Reich der Himmel eingehen. Wenn alle Menschen sich über Christus ärgern, lass sie sich ärgern! Aber worin liegt der Sinn, dass sie sich über etwas ärgern sollten, das nicht Christus ist und ihm kein Bißchen ähnelt? Wir tun ihm denkbar wenig Ehre, in dem wir seinen Charakter verwässern, bis er er keine Fliege mehr verärgern könnte. Es ist ganz gewiss nicht die Aufgabe der Kirche, Christus den Menschen anzupassen, sondern Menschen Christus.
Das Dogma ist das Drama, nicht wunderschöne Phrasen, auch nicht tröstliche Emotionen, nicht vages Streben nach Freundlichkeit und Auferbauung, nicht das Versprechen von irgendetwas Nettem nach dem Tode – sondern die erschreckende Behauptung, dass derselbe Gott, der die Welt gemacht hat, in dieser Welt gelebt hat und durch das Grab und die Pforten der Hölle geschritten ist.
Das stellt den Heiden vor! Sie mögen es nicht glauben, aber wenigstens mögen sie erkennen, dass dies etwas ist, dass man gerne glauben würde!

Sabbatlektüre: »Am dritten Tage auferstanden von den Toten…« (Johannes Calvin)

Ohne die Auferstehung wäre alles, was wir bisher gesagt haben, eitel Stückwerk. Denn in der Kreuzigung, im Tode, im Begräbnis Christi wird ja lauter Schwachheit offenbar, und der Glaube muß also über das alles hinwegkommen, um zu rechter Kraft zu gelangen.

»Auferstehn, auferstehn!« – H. F. Kohlbrügge

›Auferstehen! Auferstehen!‹ – das ist das mächtige Wort Christi, die mächtige Wahrheit der Gnade Gottes, welche sie behauptet hat und auch behaupten wird bis an den jüngsten der Tage.

Spurgeon – «Der Magnet Christus«

»(…) und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen« (Joh 12,32).

Kommt, ihr Arbeiter, fasst Mut. Ihr fürchtet, dass ihr keine Hörer herbeiziehen könnt? Versucht es mit der Predigt von einem gekreuzigten, auferstandenen und zum Himmel aufgefahrenen Heiland; denn die »zieht« mehr als irgendetwas anderes, was sich je unter den Menschen kund gegeben hat.

Maria, die Gottesgebärerin?

Evangelische Christen haben es schwer mit Maria. Manche mehr, manche weniger.

Sabbatlektüre: Calvin über Christus unseren Mittler

Aber noch aus einem anderen Grunde mußte der, der uns erlösen sollte, wahrer Gott und wahrer Mensch sein. Denn er sollte ja den Tod überwinden — und wer sollte das vermögen als das Leben? Er sollte die Sünde niederwerfen — und wer sollte das ausrichten als die Gerechtigkeit selber? Die Mächte der Welt, die in der Luft herrschen, sollte er stürzen — und wer sollte das können als eine Kraft, die stärker war als die Welt und alle Gewalten? Bei wem aber ist nun das Leben, bei wem die Gerechtigkeit, bei wem die Herrschaft und Gewalt über alle Himmel — als bei Gott allein? So hat sich Gott in seiner großen Barmherzigkeit selber in der Gestalt seines eingeborenen Sohnes zu unserem Erlöser gemacht, um uns von der Sünde frei zu machen.

Olevian über den Namen »Jesus«

…so oft ich den Namen Jesu höre, soll ich an die ganze Seligkeit gedenken, die in dem Namen Jesu mir und allen Gläubigen verheißen wird, wie der Engel selbst den Namen Jesus durch die Verheißung so drinnen begriffen ist, erkläret, da er spricht (Matth. 1 Vs. 21): Dann er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. So weiß ich, daß er auch mich, der ich an ihn glaub und zu seinem Volk gehöre, und darum zum Glied Christi und seines Volks getauft bin, selig gemacht hat durch sein Verdienst von meinen Sünden, daß sie mir in Ewigkeit verziehen sein, und auch durch seine Kraft von den übrigen Sünden die mich betrüben, entledigen werde, und das ewige Leben, das er durch seinen Geist in mir angefangen, vollkömmlich in mir offenbaren, wenn er erscheinen wird zu unser Erlösung. Also glaub ich, daß auch um meinetwillen der Sohn Gottes diesen herrlichen Namen Jesus, das ist Seligmacher, führe, auf daß er die Wahrheit seines Namens in meiner und aller Gläubigen Seligkeit wirklich und mit der Tat beweise. Getreu ist der, der diesen herrlichen Namen Jesus führet, und der es verheißen hat, der wirds auch tun.

»Die verborgene Einung Christi mit den Frommen« im Abendmahl (Johannes Calvin)

»Gott hat uns einmal in seine Hausgenossenschaft aufgenommen, und zwar, um uns nicht nur als seine Knechte, sondern als seine Kinder anzusehen. Nachdem er das getan hat, will er aber auch das Amt eines sehr guten Vaters erfüllen, der für seine Kinder sorgt, und dazu nimmt er es auf sich, uns im ganzen Laufe unseres Lebens Speise zu geben. Ja, er hat sich damit nicht zufriedengegeben, sondern uns ein Unterpfand geschenkt, mit dem er uns solcher fortwährenden Freundlichkeit hat vergewissern wollen. Zu diesem Zweck hat er daher seinen Kindern durch die Hand seines eingeborenen Sohnes das zweite Sakrament gegeben, nämlich das geistliche Mahl, in welchem Christus bezeugt, daß er das lebendigmachende Brot ist, durch das unsere Seelen zur wahren, seligen Unsterblichkeit gespeist werden (Joh 6,51).