Kirche

Eduard Böhl über die Kirche bei den Erzvätern

Wirklich finden wir in Adams Hause die erste Gemeinde der Gläubigen, Mann, Weib, Kinder. Wir finden Gottes Wort, Kultus, Opfer und Religion, in aller Einfachheit zwar, aber völlig genügend. Wir finden, dass Adam Gott lobt und dankt (Gen 4,25), dass Eva sich im Herrn freut (Gen 4,1), und dass Beide darin dem Herrn gehorsam sind, dass sie den Zugang zum Baum des Lebens nicht erzwingen, sondern von der harten Erde ihr Brot essen und Kinder zeugen. Wir vernehmen, dass sie ihre Kinder die Opfer gelehrt und Zucht geübt, sofern sie Kain aus ihrem Hause ziehen ließen und, was ihnen schwer genug ankommen mochte, keine Gemeinschaft weiter mit ihm pflegten. Erst mit Seth atmen die lange gedrückten Eltern wieder auf, und weissagen einen Fortgang der Kirche (Gen 4,25).

Luther über die Kirche

Ecclesia soll mein Burg, mein Schloss, mein Kammer sein.
Denn außer der christlichen Kirche ist keine Wahrheit, kein Christus, keine Seligkeit.

Martin Luther, Werke, Weimarer Ausgabe, 44; 713,1 und 10,1,1; 140,17.

Wann soll ich meine Gemeinde verlassen?

»Wie kann man nur…?« In einer Zeit, in der (zumindest im europäischen Westen) immer weniger Menschen in die Kirche gehen und die Mitgliederzahlen der Großkirchen mit atemberaubender Geschwindigkeit abnehmen, wie kann man da auf die Idee kommen, man müsste wohlmeinende Christen dazu auffordern, unter bestimmten Umständen ihre jetzigen Gemeinden zu verlassen?

Gemeindewachstum nach Gottes Art

Zwei Merkmale

Traditionell haben Protestanten anhand zweier bzw. dreier Merkmale beurteilt, ob die Kirche, irgendeine Kirche, eine biblische ist oder nicht – diese sind die Predigt des Evangeliums, der rechte Gebrauch der Sakramente.

Der Niedergang der reformierten Kirche in Deutschland

»Was? Welcher reformierten Kirche?« mag der Eine oder Andere gewogen sein zu fragen. Und mit Recht.

Von der reformierten Kirche, deren nahezu vollständiger Niedergang Adolph Zahn (1834-1900), einer der letzten ihrer treuer Pfarrer, in seiner Schrift Die Ursachen des Niedergangs der reformierten Kirche in Deutschland beklagte, kennen wir heute nur noch aus den Seiten stummer Zeugen, unserer Bücher.

Kirchenvater Cyprian über Einheit und Bekenntnis der Kirche

Cyprian von Karthago (200/210 – 258 n. Chr.) gilt als einer der bedeutendsten Kirchenväter.

Über sein Leben lesen wir kurz:

Kirchliche Bekenntnisse – notwendigerweise »menschlich«?

Manche Christen sträuben sich gegen normative, d.h. verbindliche kirchliche Bekenntnisse, weil sie meinen, dies würde dem »sola scriptura«-Prinzip widersprechen. Die Heilige Schrift allein enthält die göttliche Wahrheit. Kirchliche Bekenntnisse aber sind durch und durch menschliche Produkte. Deshalb ist es nicht zulässig, Kirchenglieder auf ein solches kirchliches Bekenntnis zu verpflichten und damit ihr Gewissen zu binden. – So die Argumentation.

Martyn Lloyd-Jones über Epheser 4

Der Mediziner und spätberufene Prediger Martyn Lloyd-Jones beschreibt in der Einleitung zu seinen Predigten zu Epheser 4,17ff. in einem kurzen Rückblick das, was Paulus bisher gesagt hat:


Die Kirche ist… die Kirche!

Ein Element des in manchen Ländern neu aufblühenden »Calvinismus« 1 ist der Schrei nach Kulturtransformation – die Gesellschaft und Kultur zu »durchdringen« und »zu verändern«, sprich: zu »christianisieren«.

»Gott ist in der Mitte« – Calvin über die Gegenwart Gottes in der Gemeinde

Im Anschluss an die Predigt vom letzten Sonntag über Epheser 4,11-13 möchte ich hier noch ein Zitat nachliefern, in dem Calvin in wunderbarer Weise die Gegenwart Gottes in und durch das »Werk des Dienstes« in der Gemeinde (V.12), durch die »Hirten und Lehrer« (V.11) beschreibt.