Kuyper

Die Lehre der „gemeinen Gnade“

Jesus Christus beschrieb seine Jünger im hohenpriesterlichen Gebet als gleichzeitig „in der Welt“ und doch nicht „von der Welt“ (Joh 17,11.16.18). Diese Gleichzeitigkeit richtig zu verstehen halte ich für eine der größten Aufgaben der Kirche in unserer Zeit. Wenn die Kirche nicht mehr „in der Welt“ ist, wird sie separatistisch und sektiererisch. Sie verliert dann ihre Salzkraft völlig. Wenn die Kirche allerdings „von der Welt“ ist, ist sie im negativen Sinn „weltlich“. Auch dann hat sie nichts mehr zu sagen.

Die Kirche ist… die Kirche!

Ein Element des in manchen Ländern neu aufblühenden »Calvinismus« 1 ist der Schrei nach Kulturtransformation – die Gesellschaft und Kultur zu »durchdringen« und »zu verändern«, sprich: zu »christianisieren«.

Der Gruß Gottes

Unsere Gottesdienste beginnen mit einem »Votum« (manchmal auch »Adjutorium« genannt, von lat. für »Hilfe«). Bei uns ist dies sehr oft Psalm 124,8. Durch die trinitarische Eröffnungsformel zusammen mit dem Votum oder »Adjutorium« wird die Versammlung der Gemeinde als christlicher Gottesdienst identifiziert. Der Pastor, der »Votum« (und »Eröffnungsformel«) laut ausruft, ist an dieser Stelle der Mund der versammelten Gemeinde.