Liturgie

Neues Gebet online!

Ein Nutzen der alten Kirchenordnungen sind die vielen guten ausformulierten Gebete, die wir darin oft finden. Die Kirchenordnung der Kurpfalz von 1563 zum Beispiel enthält eine ganze Reihe von Gebeten für die verschiedenen Gottesdienste. Darin wird ein Tiefgang des Gebets deutlich, den wir heute kaum noch in Gottesdiensten antreffen oder erreichen.

So sicher wie das »Amen« in der Kirche…?

Das »Amen« in der Kirche wird heute leider weithin als fromme Floskel verstanden. Vielleicht deshalb habe ich den Eindruck, dass es in manchen Freikirchen langsam ganz auszusterben scheint. Es ist vielleicht einfach nicht zeitgemäß oder gar »hip« genug. Wer redet heute schon noch so kannaanäisch?

Erastus und die (Wieder-)Einführung des Brotbrechens

Thomas Erastus (geb. Lüber; 1524–1583) war ein Schweizer, der in Basel, Bologna Medizin studierte, die medizinische Forschung der Zeit radikal erneuerte und später Leibarzt verschiedener Fürsten wurde.

Audio vom Gottesdienst am 22. Mai 2011

Am Tag des Herrn dem 22. Mai hatten wir Pastor Dr. Victor D‹Assonville als Gastprediger in der SERK. Außerdem haben wir dort das Herrnmahl gefeiert.

Der trinitarische Glaube (Johannes von Damaskus)

Johannes von Damaskus 1 (der »Damaszener«; geboren etwa 650 n. Chr.) gilt als einer der letzten großen Kirchenväter.

Johannes a Lasco über die Absolution

Johannes a Lasco (1499-1560) war ein polnischer Baron und recht früher Reformator. (Er hatte noch 1521 die Priesterweihe erhalten.) Bekannt wurde er vor allem für sein Wirken als Superintendent der (reformierten) Kirche in Emden sowie anschließend als Pfarrer der Flüchtlingsgemeinde in London.

Die Rolle des Gesetzes im Gottesdienst

Für eine christliche Kirche kann es keine Frage geben – in jedem Gottesdienst müssen unabänderlich sowohl Gesetz als auch Evangelium zur Sprache kommen. Die ganze Heilige Schrift (2Tim 3,16), der ganze Ratschluss Gottes (Apg 20,27) ist Grundlage der christlichen Lehre und Frömmigkeit.

Die Frage ist jedoch, welche Beziehung hat der Christ, der ja nicht mehr unter dem Gesetz ist, sondern unter der Gnade (Röm 6,14-15), nun weiterhin zum Gesetz Gottes? Genauer: welche Rolle sollte das Gesetz Gottes im Gottesdienst, d.h. innnerhalb der Liturgie einer protestantischen, insbesondere einer reformierten Kirche spielen?

Das »Gloria Patri«

Wir singen in der SERK Heidelberg regelmäßig das so genannte »Gloria Patri«, auf deutsch: »Ehre sei dem Vater!« (oder genauer: »Ehre des Vaters«). Sie ist Teil unserer feststehenden Liturgie, wobei auch ab und an andere Lobgesänge seine Stelle einnehmen können.

Wie sollen wir unseren Gottesdienst beginnen?

In der SERK Heidelberg folgen die Gottesdienste am Sonntagmorgen einer feststehenden Liturgie.

Die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde hört zunächst (d.h. nach den Ankündigungen und einer kurzen Zeit der Stille und Vorbereitung), noch sitzend (!), auf das Votum (auch »Adjutorium« genannt, von lat. für »Hilfe«), den Hilfeschrei von Gemeinde zu Gott:

Der Beginn des Gottesdienstes

Die Gottesdienste der SERK beginnen absichtlich nicht mit einem Menschenwort. Nach unserem Verständnis hat Gott selbst das erste und das letzte Wort im Gottesdienst. Die Gottesdienste der Gemeinde Jesu sind nicht unsere clevere Idee, sondern Bundesversammlungen, die nicht wir, sondern der Herr des Bundes einberuft. Deshalb beginnen unsere Gottesdienste formal mit der Aufforderung Gottes, dem Ruf zur Anbetung.