Sakramente

Gemeindewachstum nach Gottes Art

Zwei Merkmale

Traditionell haben Protestanten anhand zweier bzw. dreier Merkmale beurteilt, ob die Kirche, irgendeine Kirche, eine biblische ist oder nicht – diese sind die Predigt des Evangeliums, der rechte Gebrauch der Sakramente.

Eine alte reformierte Kirchenordnung zum Herrnmahl




Die Kirchen-Ordnung der Christlich-Reformirten Gemeinen in den Ländern Jülich und Berg von 1671 geht auf einen noch hundert Jahre älteren reformierten Vorläufer zurück – die Artikel der Synode von Emden 1571, die wiederum auch ein Vorläufer der Dordrechter Kirchenordnung von 1619 ist (die wir als die unsere angenommen haben).

Das »Essen der Ungläubigen« – Heute noch lutherische Lehre?

In den »Artikel, in denen die Evangelischen Kirchen im Handel des Abendmahls einig oder spänig sind« von 1566 behauptet Ursinus, dass Lutheraner, im Gegensatz zu den Reformierten glauben…

Zu Gast am Tisch des Herrn

Die Bedeutung des Herrnmahls – was es ist – und die Praxis – wie man es darreicht und daran teilnimmt – sind untrennbar miteinander verknüpft. Nach reformiertem Verständnis ist das Mahl des Herrn weder ein „Messopfer“ (römisch-katholisch), noch ein Essen des Leibes Christi in und mit Brot und Wein mit dem „natürlichen Mund“ (lutherisch), noch ein reines Gedächtnismahl (zwinglianisch und weit verbreitet in evangelikalen Kreisen). Vielmehr glauben Reformierte, dass das Herrnmahl die Gemeinschaft mit dem erhöhten Christus durch den Heiligen Geist ist, in der wir Leib und Blut Christi „mit dem Mund des Glaubens“ zu uns nehmen und so durch seinen Leib im Glauben gestärkt werden. Dadurch, dass wir in der Mahlfeier die denkbar engste Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn haben, ist sie aber auch gleichzeitig die intensivste Form der Gemeinschaft der Gemeinde Jesu. Richtig verstanden ist die „Kommunion“ der Leib Christi auf Erden.

Die drei Merkmale einer gesunden Gemeinde

Man kann und muss die Frage nach den Erkennungsmerkmalen einer wahren, biblischen Kirche theoretisch aufdröseln. Doch sicherlich ist es ebenso hilfreich, solch eine gesunde Kirche, mitsamt den drei klassischen Merkmalen (notae ecclesiae) »in Aktion« zu sehen: wo das Wort Gottes, das Evangelium, lauter und rein gepredigt wird; wo die Sakramente nach Christi Einsetzung ausgeteilt werden; und wo die Kirchenzucht verstanden wird als die konsequente Seelsorge an und in der Gemeinde.

Kurzer Unterricht über Predigt und Sakramente

Caspar Olevianus, der zumindest in beratender und vorbereitender Form an der Abfassung des Heidelberger Katechismus sowie der Pfälzer Kirchenordnung beteiligt war, beschreibt in seiner Schrift »Der Gnadenbund Gottes« von 1590/1593 auf sechs kleinen Seiten (im Faksimile) den Zusammenhang zwischen der Predigt des Evangeliums im Wort und in den »Bildern« der Taufe und des Abendmahls. Das Akpitelchen steht unter der Unterschrift »Kurzer Unterricht …« und ist auch hier im Kontext zu lesen.

Kohlbrügge über Kolosser 2,10-12

… und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist. In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus, da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. (Kolosser 2,10-12)

Anleitung zur Selbstprüfung vor dem Abendmahl

Hermann Friedrich Kohlbrügge, Diener des Wortes der Niederländisch-reformierten Gemeinde in Elberfeld, schrieb eine Anleitung zur wahren Prüfung unserer selbst nach drei Stücken unseres Abendmahl-Formulars (PDF).

Es nimmt bezug auf den Text des Abendmahlsformulars, das wir – in leicht veränderter Form – in der SERK ebenfalls zur Mahlfeier gebrauchen.

Neues Buch über die Taufe: »Word, Water, and Spirit«

Dr. John V. Fesko, Professor am Westminster Theological Seminary in California, hat kürzlich sein großes Werk über die Taufe herausgebracht. Es trägt den Titel »Word, Water, and Spirit – A Reformed Perspective on Baptism.« Es ist erschienen bei Reformation Heritage Books.

Was sind Sakramente?

Zur Definition eines Sakraments

Der Heidelberger Katechismus, dem sicherlich niemand ernsthaft unterstellen würde, dass er mit römisch-katholischen Ansichten liebäugele, beschreibt die Sakramente folgendermaßen:

Frage 66: Was sind Sakramente?