Zitate

»Die vier apokalyptischen Reiter«

Am Sonntag wird es d.v. um Offenbarung Kapitel 6 gehen. Darin werden die so genannten vier apokalyptischen Reiter erwähnt. Ich werde unter anderem Bezug nehmen auf Albrecht Dürers berühmtes gleichnamiges Bild aus seiner illustrierten Offenbarung.

Die Ehre eines Märtyrers… auch wenn wir keine werden?

st-cyprian-of-carthage-detai-featured-w480x300In der Predigt am Sonntag über das Sendschreiben an die Gemeinde in Smyrna (Offb 2,8-11) wird es zentral um die Berufung der Christen zum Martyrium gehen. Für viele Christen ist das ein Thema, das weit weg zu sein scheint von ihrer Lebenswirklichkeit. Die Wenigsten von uns werden jemals ernstzunehmende Nachteile, geschweige denn Drangsal oder Verfolgung oder Tod aufgrund ihres Glaubens in Kauf nehmen müssen.

Sabbatlektüre: Warum wir den Sonntag feiern…(Calvin)

Ich muß hier gezwungenermaßen etwas länger verweilen; denn heutzutage erheben unruhige Geister wegen des Herrntages (Sonntages) viel Lärm. Sie beklagen sich heftig, die Christenheit werde durch die Beobachtung bestimmter Tage im Judentum festgehalten!

Calvin über die Predigten vor der Reformation

Was für Predigten hörte man denn damals in Europa? Predigten, die jene Schlichtheit veranschaulichten, die nach Paulus die ganze Christenheit in all ihren Lebensäußerungen bestimmen soll? Mehr noch: Wo gab’s überhaupt eine, aus der die alten Mütterchen nicht mehr Unsinn heimbrachten, als sie in einem ganzen Monat hinter ihrem Ofen aushecken konnten? Denn ungefähr so waren die Predigten doch eingeteilt: zur Hälfte galten sie jenen dunklen Schulfragen, die das ungelehrte Volk kopfscheu machten, zum andern Teil brachten sie hübsche Fabeln oder ganz angenehme Spekulationen, durch die man das Volk erheitern wollte. Nur ganz wenige schwache Töne waren dazwischen aus Gottes Wort eingestreut, die durch ihr Gewicht solch nichtigem Geschwätz Glauben verschaffen sollte.

Über Toleranz & Kirchenzucht

Es ist ein Diktat sowohl der Hl. Schrift als auch der Vernunft, dass die Zucht der Kirche mit ihrer Lehre übereinstimmen muss. Wenn sie innerhalb ihrer Gemeinschaft das toleriert, was sie in ihrer öffentlichen Lehre als sündhaft bezeichnet, zerstört sie dann nicht mit der einen Hand, was sie mit der anderen aufbaut? Wenn nun eine Kirche, nach dem ausdrücklichen Auftrag Christi die Aufgabe hat, ihre Mitglieder zu lehren ›alles zu halten, was Christus uns befohlen hat‹, dann muss sie gleichermaßen den Gehorsam gegenüber diesen Dingen als allgemeine Bedingungen ihrer Gemeinschaft erheben, soweit dies in der sichtbaren Kirche möglich ist. Dies bedeutet dann aber auch, dass sie unter ihren Mitgliedern nichts tolerieren kann, was dem Befehl Christi entgegensteht, oder was – mit anderen Worten – sündhaft ist. Das heißt: wie der Wandel eines Kirchenmitglieds gemäß seiner Erkenntnis sein soll, so muss auch die Zucht der Kirche gemäß ihrer Lehre sein. – John Anderson

Das größte Drama aller Zeiten (Dorothy Sayers)

[aus: Dorothy L. Mayers, Das größte Drama aller Zeiten, Drei Essays und ein Briefwechsel zwischen Karl Barth und der Verfasserin, Theologischer Verlag Zürich 1982]

Gottes Wort im Menschenwort

…es ist eine sehr gute und höchst nutzbringende Übung zur Demut, wenn [Gott] uns daran gewöhnt, seinem Worte zu gehorchen, ob es auch durch Menschen gepredigt wird, die uns gleich sind, ja, die uns zuweilen auch an Würde nachstehen.

Zeichen + Realität = Sakrament (Johannes Calvin)

Über die Freiheit, Gottes Schöpfung dankbar zu genießen (Johannes Calvin)

»… als ob Gott selbst in uns sänge …« – Johannes Calvin über den Psalmengesang

… es ist wahr, was Augustin sagt: dass niemand etwas singen kann, das Gottes würdig wäre, wenn er es nicht von ihm selbst empfangen hat. Darum mögen wir suchen, wo immer wir wollen: wir werden keine besseren und geeigneteren Lieder finden als die Psalmen Davids, die der Heilige Geist ihm eingegeben und gemacht hat. Wenn wir sie singen, so sind wir sicher, dass Gott uns die Worte in den Mund legt, so als ob er selbst in uns sänge, um seine Ehre zu erhöhen …