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Das Lied der Gerechten – Psalm 1

Am Sonntag werden wir, d.v., Psalm 1 singen – ein Psalm, der die Menschheit schwarz-weiß aufteilt in

Böse, Sünder, Spötter, Gottlose, die zerstreut und verschmäht werden, und die nicht bestehen können im Gericht, sondern vergehen werden

einerseits und andererseits

die Gerechten, die fliehen den bösen Rat, die Sünde, den Spott, die anstatt dessen Weisheit lernen, sich an das Recht (Gesetz) des Herrn halten, Frucht bringen und schön sind vor Gottes Augen; sie leben, wachsen und gedeihen. Sie sind dem Himmel zugewandt und werden stets von Gott beschützt.

Wer macht den Unterschied? Ganz wichtig: die, die hier positiv beschrieben werden, sind schon gerecht, wenn der Psalm beginnt; sie werden nicht gerecht durch die guten Dinge, die sie wählen und tun. Und die, die hier als abschreckendes Beispiel beschrieben werden, sind schon böse bevor ihr Lebenswandel beschrieben wird.

Der Psalm ist also (wie alle anderen Psalmen natürlich auch) ganz hervorragend geeignet als Gesang für die Gemeinde Jesu, für die Gerechten des Herrn, die Er gerecht gemacht hat.

Psalm 1 (Genfer Psalter)

Heil, Heil dem Mann, der in der Bösen Rat
nicht wandelt noch betritt der Sünder Pfad
und sich vom Sitz der Spöt- ter weit entfernet!
Dem Manne heil, der ruhig Weisheit lernet,
der sich das Recht des Herrn zur Freude macht
und sein Gesetz erforschet Tag und Nacht.

Ein Baum, am Bach gepflanzt, strebt hoch empor
bringt Blüt und Frucht zur rechten Zeit hervor,
steht unentlaubt, mit hoher Pracht geschmücket,
dass sich an ihm der Wanderer erquicket:
So grünet der Gerechte jederzeit;
er lebt, er wächst, und all sein Tun gedeiht.

Reimfassung: Matthias Jorissen (1798) – Melodie: Straßburg (1539)/Genf (1551) – Satz: nach B. de Vries

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