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»Der Heidelberger« – Krone der reformierten Lehre

Die Krone der Lehrentwicklung der reformierten Kirche bleibt der Heidelberger Katechismus. Er lebt ganz in der Lehre von der Imputation. Nach Luthers herrlichem Satz in der Erklärung des zweiten Artikels kommt Frage 60 des Heidelberger als die große Sonne der evangelischen Kirche. »Wie bist du gerecht vor Gott? Allein durch wahren Glauben in Jesus Christus, also, dass, ob mich schon mein Gewissen anklagt, dass ich wider alle Gebote Gottes schwerlich gesündigt und derselben kei- nes nie gehalten habe, auch noch immerdar zu allem Bösen geneigt bin, doch Gott, ohne alle meine Verdienste aus lauter Gnaden mir die vollkommene Genugtuung, Gerechtigkeit und Heiligkeit Christi schenkt und zurechnet, als hätte ich nie keine Sünde begangen noch gehabt, und selbst allen den Gehorsam vollbracht, den Christus für mich hat geleistet, wenn ich allein solche Wohltat mit gläubigem Herzen annehme.«
Überall im Katechismus ertönt diese Wahrheit: Frage 18,21, 37, 38, 56, 79, 126.
Halten wir an der Wahrheit fest: „als ob ich alles in eigener Person getan und gelitten hätte“.

Adolph Zahn, Über den biblischen und kirchlichen Begriff der Anrechnung (1899), S.32

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