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Die Pfälzer Kirchenordnung

Die Kirchenordnung der Kurpfalz von 1563 spielt für unsere kirchliche Arbeit natürlich eine besondere Rolle, ist sie doch so etwas wie ein »Manifest der Reformierten« im 16. Jahrhundert und der Beweis dafür, dass es so etwas wie eine »reformierte Reformation« auf deutschem Boden gegeben hat.

Die alten Kirchenordnungen sind aber auch wichtige Maßstäbe, an denen sich die heutige kirchliche Praxis ein Stück weit messen lassen muss. Sicherlich sind Kirchenordnungen keine göttlich inspirierte Dokumente, und die Zeiten haben sich geändert seit 1563, aber dennoch müssen wir uns fragen lassen, ob wir abweichen, weil wir uns dem »Zeitgeist« angeglichen haben oder weil wir, gemäß der Vorgabe ecclesia reformata semper reformanda est (»die reformierte Kirche ist stets [weiter] zu reformieren«), unsere Praktiken mehr der Heiligen Schrift angeglichen haben.

Der volle Titel der Kirchenordnung, die am 15. November 1563 veröffentlicht wurde und in die auch die dritte Ausgabe des Heidelberger Katechismus eingebettet ist, lautet:

Kirchenordnung, wie es mit der christlichen lehre, heiligen sacramenten und ceremonien in des durchleutigsten, hochgeborenen fürsten und herren, herrn Friderichs, pfaltzgraven bey Rhein, des heiligen römischen reichs erztdruchsessen und churfürsten, hrtzogen in Bayrn etc., churfürstenthumb bey Rhein gehalten wird.

Hier können Sie diese Kirchenordnung in zwei Versionen herunterladen:

Pfälzer Kirchenordnung von 1563 (pdf, neuer Schriftsatz)
Pfälzer Kirchenordnung von 1563 (Scan des Originals)

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