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Gebet für die verfolgte Kirche Jesu Christi

Es gibt wunderschöne biblische Verheißungen. Aber es gibt auch biblische Verheißungen, die uns unangenehm sind. Eine der unbeliebtesten biblischen Verheißungen dürfte wohl 2. Timotheus 3,12 sein:

Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.

Das werden wir – fertig aus! Das ist ein schlichtes Gesetz der Jüngerschaft. Jünger Jesu sind ein Stachel im Fleisch dieser Welt. Und deshalb wehrt sich die Welt gegen sie!

Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort [argwöhnisch] achtgehabt, so werden sie auch auf das eure [argwöhnisch] achthaben. (Joh 15,19-20)

Und doch ist gerade diese unliebsame Verfolgung ein untrügliches Erkennungsmerkmal der echten Nachfolger Jesu. Jesus beglückwünscht jeden seiner Jünger für die Verfolgung, die er oder sie um seines Namens willen erlebt:

Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind. (Mt 5,10-12)

Doch es ist uns nicht nur verheißen, dass wir als Christen in dieser Welt und diesem Leben der Nachfolge Verfolgung erleiden werden; wir sind auch aufgefordert, für die zu beten, die dies schon hier und heute erleben.

Wir sind aufgefordert, für die Übeltäter zu bitten, die uns und unsere Glaubensgeschwister verfolgen:

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen… (Mt 5,44)

Im übrigen betet für uns, ihr Brüder, damit das Wort des Herrn [ungehindert] läuft und verherrlicht wird, so wie bei euch, und dass wir errettet werden von den verkehrten und bösen Menschen; denn nicht alle haben den Glauben. (2Thess 3,1-2)

Wir sollen im Gebet und in der Tat diejenigen sogar segnen, die uns und unsere Geschwistern verfolgen. So nehmen wir Anteil an der Not der verfolgten Kirche weltweit.

Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen, übt willig Gastfreundschaft! Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht! (Röm 12,13-14)

Weil die Kirche Jesu Christi eins ist (»eine heilige katholische und apostolische Kirche…«; Eph 4,4 etc.), ein Leib, deshalb gilt: »wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit« (1Kor 12,26). Deshalb ist das Leid der verfolgten Christen in Somalia oder Nordkorea eben das Leid der ganzen Kirche.

Es sollte selbstverständlich sein, dass wir uns das Leid der verfolgten Brüder und Schwestern weltweit zu unserem eigenen Leid machen, das uns insbesondere zum regelmäßigen Gebet antreibt. Eine Ressource, wo wir viele gute Informationen über Länder und Regionen finden, in denen zur Zeit besonders Christen verfolgt werden ist die World Watch List von OpenDoors. Dort findet man eine Liste der am stärksten bedrohten und verfolgten Gruppierungen.

Auch wenn wir selbst hier mitten in Deutschland kaum wissen, wie sich Verfolgung um des Namens Jesu und um des Evangeliums willen anfühlt – oder vielleicht gerade deshalb! – lasst uns gemeinsam beten für die Nöte der verfolgten Kirche weltweit – unserer Kirche!

 

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