Blog

»Wer nur den lieben Gott lässt walten…«

…der hat die Lehre von der Vorsehung Gottes kapiert!

Einen wunderbar pastoralen Einstieg in diese Lehre finden wir in dem alten deutschen Lied Wer nur den lieben Gott lässt walten:

Wer nur den lieben Gott lässt walten
Und hoffet auf ihn allezeit,
Den wird er wunderbar erhalten
In aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
Der hat auf keinen Sand gebaut.

Man halte nur ein wenig stille
Und sei doch in sich selbst vergnügt,
Wie unsers Gottes Gnadenwille,
Wie sein Allwissenheit es fügt,
Gott, der uns ihm hat auserwählt,
Der weiss am besten, was uns felt.

Er kennt die rechten Freudenstunden,
Er weiss wohl, was uns nützlich sei:
Wenn err uns nur hat treu erfunden
Und merket keine Heuchelei,
So kommt Gott, er wir’s uns versehn,
Und lässet uns viel Guts geschehn.

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
Verricht das Deine nur getreu
Und trau des Himmels reichem Segen,
So wird er bei dir werden neu;
Denn welcher seine Zuversicht,
Auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

Diese Lehre finden wir auch schön formuliert in Sonntag 9 und 10 unseres Katechismus, wo wir bekennen:

26. Frage: Was glaubst du, wenn du sprichst: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde?

Ich glaube, dass der ewige Vater unseres Herrn Jesus Christus um seines Sohnes willen mein Gott und mein Vater ist. Er hat Himmel und Erde mit allem, was darin ist, aus nichts erschaffen und erhält und regiert sie noch immer durch seinen ewigen Rat und seine Vorsehung. Auf ihn vertraue ich und zweifle nicht, dass er mich mit allem versorgt, was ich für Leib und Seele nötig habe, und auch alle Lasten, die er mir in diesem Leben auferlegt, mir zum Besten wendet. Er kann es tun als ein allmächtiger Gott und will es auch tun als ein getreuer Vater.

27. Frage: Was verstehst du unter der Vorsehung Gottes?

Die allmächtige und gegenwärtige Kraft Gottes, durch die er Himmel und Erde mit allen Geschöpfen wie durch seine Hand noch erhält und so regiert, dass Laub und Gras, Regen und Dürre, fruchtbare und unfruchtbare Jahre, Essen und Trinken, Gesundheit und Krankheit, Reichtum und Armut und alles andere uns nicht durch Zufall, sondern aus seiner väterlichen Hand zukommt.

28. Frage: Was nützt uns die Erkenntnis der Schöpfung und Vorsehung Gottes?

Gott will damit, dass wir in aller Widerwärtigkeit geduldig, in Glückseligkeit dankbar und auf die Zukunft hin voller Vertrauen zu unserem treuen Gott und Vater sind, dass uns nichts von seiner Liebe scheiden wird, weil alle Geschöpfe so in seiner Hand sind, dass sie sich ohne seinen Willen weder regen noch bewegen können.

Ähnliche Beiträge:

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in Geistliche Lieder, Heidelberger Katechismus. Lesezeichen dauerhaft abspeichern.

Comments are closed.