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Wer regiert die Kirche Jesu? – Eine Stimme aus einer reformierten Kirchenordnung


 

 

 

 

 

 

 

 

Christus – König und Haupt der Kirche

1. Jesus Christus, auf dessen Schultern die Herrschaft ruht, dessen Name man Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-vater, Friedefürst nennt, wessen Mehrung der Herrschaft und des Friedens kein Ende haben wird auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit, dem gegeben ist alle Macht im Himmel und auf Erden vom Vater, der ihn von den Toten auferweckt und ihn zu seiner Rechten gesetzt hat in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen; und der alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben hat, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle, hat für seine Kirche Gaben empfangen und Ämter gegeben, die notwendig sind zur Auferbauung seiner Kirche, um Jünger zu machen aus allen Völkern und um die Heiligen zuzurüsten.

2. Es gibt deshalb nur einen König und Haupt der Kirche, der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen, Christus Jesus, der seine Kirche regiert durch sein Wort und seinen Geist. Sein Mittleramt schließt alle Ämter in der Kirche mit ein. Es ist ein Ausdruck seiner Herrlichkeit, dass er die Kirche nicht nur direkt von seinem Thron aus regiert, sondern auch durch den Dienst von Männern, die seine Kirche durch Wort und Geist regieren und lehren. Er übt seine Autorität durch Menschen aus und sorgt so dafür, dass sein Recht durchgesetzt wird. Die Autorität all jener kirchlichen Ämter beruht auf seiner Bestimmung, der die Regierung seiner Kirche festgesetzt, sein Wesen in seinem Wort offenbart und seine Gegenwart inmitten seiner Kirche verheißen hat, wo immer diese Regierung in seinem Namen ausgeübt wird.

3. Christus regiert seine Kirche durch die Regel seines Wortes. Die Anordnung der Ämter, der Sakramente und der Zucht, die in der Heiligen Schrift festgelegt ist, muss deshalb als Anordnung des Herrn geachtet werden. Das Kirchenregiment muss dem biblischen Muster entsprechen und den spezifischen Anordnungen des Neuen Testamentes folgen. In den Angelegenheiten, die die Heilige Schrift nicht direkt anordnet, muss die Kirche sich an die allgemeinen Regelungen des Wortes Gottes halten. Unter den biblischen Ermahnungen, die alle Gelegenheiten anbetreffen, sind die, die erfordern, dass alles anständig und ordentlich zugehen soll und um der Erbauung willen. Eine spezifische Form des Kirchenregiments muss reflektieren, was Christus für die gute Ordnung seiner Kirche verlangt und muss spezielle Umstände so regeln, dass bewahrt bleibt, was der Herr der Kirche in der Heiligen Schrift festgelegt hat. Die presbyteriale Form des Kirchenregiment will diese biblischen Anforderungen zur Ehre Christi, zur Auferbauung der Kirche und zur Sicherung der christlichen Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, erfüllen. Trotzdem ist solch eine Form des biblischen Kirchenregiments, auch wenn es notwendig ist zur Vervollkommnung der kirchlichen Ordnung, nicht absolut notwendig für die Existenz der sichtbaren Kirche.

4. Jesus Christus, der aufgefahren ist in den Himmel, ist in seiner Kirche gegenwärtig durch den Heiligen Geist, den er gesandt hat. Durch seinen Geist hat er sein Wort gegeben, in dem seine Anordnungen offenbart sind; durch den Geist übt er auch seine rettende und regierende Macht aus in der Verkündigung seines Wortes und der Verwaltung und Darreichung seiner Sakramente. Nur durch die Gaben und durch die Berufung des Heiligen Geistes sind Männer ausgerüstet und qualifiziert für ein Amt in der Kirche Jesu Christi. 1

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Fußnoten:

  1. aus: Kapitel I der Kirchenordnung der Orthodox Presbyterian Church in Amerika
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