Fragen & Antworten

Ist die SERK eine Landeskirche?

Nein, die SERK ist im Sinne der Trennung von Staat und Kirche eine staatlich unabhängige und finanziell selbständige Kirche. Sie erhält keinerlei Mittel aus der Kirchensteuer.

Ist die SERK eine neue Kirche?

Obwohl organisatorisch neu ist die SERK nichts anderes als die Fortführung der alten evangelisch-reformierten Kirche in Deutschland, wie sie im 16. Jahrhundert entstanden ist (z.B. in der Kurpfalz, in Wesel und Emden), sich fortpflanzte in Gebieten wie dem Rheinland, der Grafschaft Bentheim, in Hessen-Nassau und bis ins 19. Jahrhundert Bestand hatte (z.B. in der Niederländisch-reformierten Gemeinde Elberfeld). Während die reformierten Zweige der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) jeden Anspruch darauf verloren haben, reformierte Kirche treu nach Gottes Wort und den reformierten Bekenntnisschriften zu sein, wollen wir demütig aber bestimmt das geistliche Erbe der alten reformierten Tradition in Deutschland antreten.

Wie finanziert sich die SERK?

Nach biblischer Vorgabe tragen die Mitglieder der SERK die Gemeindearbeit, samt Gehälter ihrer Pastoren, aus freiwilligen Gaben (wie etwa dem Kirchenzehnt) selbst. (Wenn Sie die Arbeit der SERK finanziell unterstützen wollen, können Sie das hier tun.)

Werden in der SERK auch Frauen ordiniert (als Pastorinnen oder Älteste)?

Nein. Nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift (1. Tim 2,11-12) ist es einer Frau nicht gestattet, mit der Autorität eines ordinierten Dieners des Wortes Gottes zu predigen oder zu lehren. Dies hat nichts mit einer Herabstufung des Wertes der Frau zu tun, sondern lediglich mit einer biblischen, d.h. von Gott eingesetzten, Rollenverteilung. Da nur entsprechend lizensierte oder ordinierte Pastoren das Verkündigungsamt bekleiden dürfen, die Ordination zu einem geistlichen Amt nach der Heiligen Schrift (1. Timotheus 3,1-7) jedoch Männern vorbehalten ist, können Frauen auch nicht die Verkündigung in der Gemeinde übernehmen.

Ist die SERK eine charismatische Kirche?

Nein, die reformierten Bekenntnisschriften, die in der SERK verbindlich sind, lehren allesamt, dass besondere Offenbarung im Zusammenhang mit den heilsgeschichtlichen Taten Gotten steht. Da die Heilsgeschichte in Jesu Leben, Tod und Auferstehung gipfelt, ist seither auch nicht mit einer erneuten besonderen Offenbarung Gottes zu rechnen. Erst die Wiederkunft Christi wird wieder eine heilsgeschichtliche Tat Gottes sein. Sie wird dieses Zeitalter zu Ende bringen. Die SERK versteht mit den reformierten Bekenntnissen die Verkündigung ihrer Pastoren als Erfüllung des prophetischen Amtes in der Kirche. Eine besondere prophetische Gabe, Heilungsgabe oder Gabe der Zungenrede ist in unserem Zeitalter nicht zu erwarten.

Welches Liedgut wird in der SERK gesungen?

In der SERK werden nach gut reformierter Manier die Psalmen als von Gott inspirierte Lieder verstanden und deshalb auch aus Überzeugung gesungen. (Mehr dazu hier.) Die SERK ist jedoch der Überzeugung, dass nach dem Zeugnis der Schrift die versammelte Gemeinde neben den Psalmen auch andere, schriftgemäße geistliche Lieder singen kann und soll (Eph. 5,19). Mehr zum Liedgut der SERK finden Sie hier.

Wer predigt in der SERK?

Nur ein zum Amt des Kirchendieners ordinierter Pastor. Älteste können in Ausnahmesituationen Predigtdienste übernehmen oder Predigten lesen. Nach der Heiligen Schrift ist das Amt des Dieners des Wortes Gottes ein »prophetisches« Amt während das Ältestentamt vor allem eine Hirtenaufgabe ist. Den Ältesten obliegt die Kirchenleitung sowie die Kirchenzucht. Sie wachen deshalb auch über die Lehre und Verkündigung in der Gemeinde.

Werden in der SERK Kinder getauft?

Ja. Weil die Taufe das neutestamentliche Zeichen und Siegel des Gnadenbundes Gottes ist, das all jenen zusteht, die dem Bund Gottes mit seinem Volk angehören. Nach Apg 2,39 gehört die Verheißung des Evangeliums nicht nur christlichen, d.h. gläubigen Eltern, sondern auch ihren Kindern. Die Taufe wird in der SERK nur den Kindern gläubiger Eltern gespendet. Dadurch werden sie nicht automatisch gerettet; es muss der Glaube später hinzutreten. Aber sie stehen dadurch bereits unter der göttlichen Verheißung und sind Mitglieder des Bundesvolkes Gottes.

Haben Bekenntnisse in der SERK denselben Stellenwert wie die Bibel?

Nein, die Bekenntnisse der SERK sind der Heiligen Schrift untergeordnete Glaubensaussagen. Ihre Autorität ist vom Wort Gottes abgeleitet. Weil sie jedoch eine treue Zusammenfassung der göttlichen Lehre der Heiligen Schrift darstellen, haben sie Autorität. Grundsätzlich können die Bekenntnisse, falls sie in irgendeinem Punkt für mangelhaft befunden werden, auch geändert werden. Dies bedarf jedoch eines ordentlichen kirchlichen Prozesses.

Hat die SERK eine feste Liturgie?

Die SERK hat eine Gottesdienstordnung, die die festen und wiederkehrenden Elemente des sonntäglichen Gottesdienstes festlegt. Wie jedes einzelne Element Sonntag für Sonntag gefüllt wird, obliegt dem Pastor, der dem Gottesdienst vorsteht und ihn leitet.

Ist die SERK eine unabhängige Gemeinde oder Freikirche?

Nein, die SERK strebt an, eine so genannte presbyterial-synodale Kirche zu sein, d.h. sie wird in verschiedene kirchliche Ebenen (Parlamente) gegliedert. Die erste Ebene (lokal) ist der Kirchenrat, bestehend aus den amtierenden Dienern des Wortes Gottes, den Ältesten und den Diakonen. Die zweite Ebene ist das Konsistorium, bestehend aus dem amtierenden Kirchenrat sowie passiven Kirchenratsmitglieder. Die dritte Ebene (regional) ist der Klassenkonvent (Klassis), die regionale Versammlung der Delegierten (Pastoren und Älteste) der Konsistorien. Die vierte Ebene (überregional) ist die Synode, entweder eine regionale Synode verschiedener Klassenkonvente oder eine bundesweite Generalsynode. Die verschiedenen Ebenen sind nebeneinander geordnet. Sie bilden keine Hierarchie. Das Pastoren und das Ältestenamt sind die beiden »höchsten« Ämter in der SERK. Es gibt also keine Bischöfe, Superintendenten oder ähnliches. Die SERK ist keine klassische Freikirche. Freikirchen haben nicht unbedingt den Anspruch, in direkter Fortführung einer reformatorischen Kirche zu stehen. Wir schon! Als Bekenntniskirche erheben wir den Anspruch, in Sukzession mit der reformierten Kirche der Reformationszeit zu stehen, und darüber hinaus mit den altkirchlichen Bekenntnisschriften. Des Weiteren sind die Pastoren der SERK, im Gegensatz zu der in vielen Freikirchen verbreiteten Praxis, allesamt in einer legitimen reformierten Kirche ordinierte Pastoren. Kein Pastor kann sich selbst berufen und ordinieren. Die SERK ist am zutreffendsten eine Bekenntniskirche.

Mit wem unterhält die SERK kirchliche Beziehungen?

Die SERK strebt freundschaftliche Beziehungen mit vielen reformatorischen Kirchen im In- und Ausland an. Darüber hinaus strebt die SERK organisatorische geschwisterliche Beziehungen (d.h. »Kanzelgemeinschaft«) mit anderen reformierten Kirchen an, die den Bekenntnisstand der SERK teilen. Die SERK erkennt außerdem reformierte Kirchen der schottisch-englischen Tradition an, die das Westminster Bekenntnis samt der Katechismen als Bekenntnis haben. Die SERK ist bemüht um die Reinheit des Evangeliums und ihres reformierten Zeugnisses in der Welt. Deshalb hat sie keine »Kanzelgemeinschaft« mit nicht reformierten Kirchen und beteiligt sich grundsätzlich nicht an ökumenischen (d.h. protestantisch mit römisch-katholischen) Aktivitäten.

Dürfen in der SERK auch Kinder zum Tisch des Herrn kommen?

Nein, denn nach dem Zeugnis der Schrift ist das Abendmahl den Gläubigen vorbehalten, die in der Lage sind, sich selbst zu prüfen (1. Kor 11,28), den Leib des Herrn zu achten (1. Kor 11,29) und all dies zu seinem Gedächtnis zu tun. Da die Teilnahme am Tisch des Herrn Vollmitgliedschaft in der Kirche – samt aller Privilegien und Pflichten – zur Folge hat, setzt sie außerdem einen gewissen Reifegrad, das Ablegen eines öffentlichen Bekenntnisses des Glaubens sowie die volle Mitarbeit in der Gemeinde (bis hin zur Wahlstimme) voraus. In der Regel setzt die SERK deshalb die Teilnahme eines Jugendlichen am Katechismusunterricht im Alter von etwa 12-14 Jahren voraus, nachdem nach Wunsch ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens abgelegt werden und der Jugendliche Vollmitglied werden kann.

Wie häufig wird in der SERK das Herrnmahl gefeiert?

Da wir nach reformiertem Verständnis glauben und bekennen, dass wir im Mahl des Herrn eine solche geistliche Gemeinschaft (»Kommunion«) mit dem zum Himmel aufgefahrenen Christus haben die uns nährt und im Glauben stärkt, begehen wir das Mahl des Herrn so oft wie möglich – Ziel ist die wöchentliche Mahlfeier (die wir aber derzeit, in der Aufbauarbeit, noch nicht praktizieren).

Sind in der SERK auch Kirchenferne willkommen?

Selbstverständlich heißen wir gerne diejenigen willkommen, die lange nicht mehr in eine Kirche gegangen oder gar aus der (Landes-)Kirche ausgetreten sind. Wir möchten Ihnen die Chance und Gelegenheit geben, als Gast ohne jede Verpflichtung auf die Verkündigung des Evangeliums zu hören und zu beobachten, wie die Sakramente zur Stärkung der Gläubigen ausgeteilt werden. (Von der Teilnahme am Mahl des Herrn bitten wir Sie jedoch abzusehen, bis Sie selbst Ihren Glauben an das Evangelium bekennen möchten und im christlichen Glauben getauft sind.)

Weitere Fragen…

…folgen bald!

Sie können uns gerne auch über das Kontaktfeld Fragen stellen. Wir werden versuchen diese kurz und bündig zu beantworten.

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